Tag: Strand


Danke


Nachdem ich nun zwei Tage ausgiebig in Selbstmitleid ob meiner unausweichlichen Rückkehr nach Deutschland gebadet habe und die Melancholie selbst vor meiner Yogamatte nicht halt gemacht hat, ist mir dann heute doch mal bewusst geworden, dass man seine letzten Reisemomente auch durchaus sinnvoller verbringen kann. Ja, bisschen spät, ich weiß. Aber wenn einen das olle Selbstmitleid erstmal gepackt hat, stopft es einem ganz schnell den Kopf mit Trauerwatte aus, damit man ja nicht auf die Idee kommt, sich womöglich daran zu erinnern, dass es ja eventuell auch den ein oder anderen winzig kleinen Grund geben könnte, ein glücklicher und dankbarer Mensch zu sein anstatt ein Häufchen Elend im Orient.

„Ich hab die ganze Welt gesehen …

… von Singapur bis Aberdeen, wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war, sag ich …“ na, jedenfalls nicht Sansibar! (Achim Reichel, Aloha Heja He)

Hey, ab in den Süden! Oder: Ein bisschen Frieden


Indien ist wunderschön, aber hier und da auch ein klitzekleines bisschen, na sagen wir mal, anstrengend. Ganz Indien? Nein! Im tiefen Süden, jenseits des Großstadtchaos von Delhi oder Mumbai, in Kerala, da ist es nicht im geringsten anstrengend, sondern ausschließlich wunderschön.

El Nido Coconut Girl

Oh, du schön-schreckliches El Nido. Dieser wuselige, kleine, aufgeregte Ort, der sich wie ein Nest (span. nido) in die tiefen Felsspalten Palawans schmiegt. Nirgends fahren mehr Tricycles, nirgends wird mehr gehupt, nirgends hat es sich trotz Nebensaison bislang so touristisch angefühlt … und nirgends ist das Paradies so nah – nur eine kurze Bootsfahrt entfernt.

New moon island hopping und die fünf Elemente

Nach drei Tagen Robinson Crusoe Feeling auf Bantayan ging es zurück nach Cebu City. Und ich weiß nicht, ob ich einfach einen Ausgleich zu den menschenleeren Stränden und der Abgeschiedenheit Bantayans brauchte oder ob ich mich absurder Weise tatsächlich ein bisschen in Cebu verliebt habe. Der Verkehr ist höllisch, es ist laut, chaotisch, arm, reich, dreckig und völlig verrückt. Aber als ich am Abend von meinem Hotelbalkon im 33. Stock über die Lichter der Stadt geblickt habe, wusste ich, dass ich wiederkommen werde. Manchmal weiß man sowas ja einfach.

Uuuuuuund … ACTION! 

Oh, das waren so schöne erste Tage auf den Philippinen. Am Flughafen in Cebu hat Dodo, seines Zeichens weltbester Taxifahrer des Inselarchipels, mich eingesammelt. Natürlich stilecht mit Abholschild.

Was für ein toller Empfang! Dann ging es wild hupend auf der Überholspur auf nach Moalboal.

Pura Vida – die neue Langsamkeit

Das hat mich doch sehr zum Schmunzeln gebracht. Kaum akzeptiere ich die kreischenden Neon-Amis in Costa Rica als Teil meiner Erleuchtungsmission und höre auf zu schmollen, schickt das Universum mir die tollsten Reisefreunde und die nächste Erleuchtung.