Tag: nicaragua


Neumond – neue Abenteuer

Nach sechs aufregenden und wunderschönen Wochen in Nicaragua bin ich heute in Costa Rica angekommen. Und ich bin allein. Denn nach zwei gemeinsamen Reisewochen, diversen Mutproben, Dschungelprüfungen und einer Nahtoderfahrung befand Katja mich letztendlich für reisetauglich, setze mich heute Morgen in ein Taxi Richtung Busbahnhof in Managua und nahm selbst den nächsten Flieger Richtung Heimat. Meine Tränchen konnten ihr Abenteurerherz nicht erweichen. Und das ist auch gut so. Denn es ist Neumond. Das heißt, ein neuer Abschnitt beginnt und neue Abenteuer warten. Neue Wege wollen gegangen, neue Menschen kennengelernt, neue Berge bezwungen und neue Länder bereist werden.

Ein neues Kapitel

Wie schnell ist denn bitte der erste Monat meiner Reise vergangen?! Vier intensive und schöne Wochen im Coco Loco Resort sind vorüber. Wir haben Yoga geübt, Yogaklassen gestaltet, philosophiert, Anatomie studiert, meditiert und uns gegenseitig unterrichtet. Wir haben gelacht, geweint, gezweifelt, die Sterne gezählt und neuen Mut gefasst. Wir haben getanzt, gesurft, uns meditativ geschüttelt und dabei über die Verrücktheit der Welt gelacht.

Do good … because you can

 Seit zwei Wochen bin ich nun in Nicaragua und die vergangenen Tage platzen vor lauter Eindrücken geradezu aus den Nähten. Und das, obwohl zwischen Yoga, Anatomieunterricht, Philosophie, Freiwilligenarbeit und Selbststudium eigentlich nur noch Zeit zum Essen und Schlafen bleibt … na ja, und ab und zu vielleicht zum Surfen und Baden. Doch das ist natürlich Jammern auf extrem hohem Niveau. Wir leben hier im Paradies, doch die Armut ist omnipräsent. 

Dieser Weg wird kein leichter sein

… dieser Weg wird steinig und schwer.

Was Xavier Naidoo bereits vor einiger Zeit medienwirksam festgestellt hat, erfahre ich nun auch so langsam. Der Weg zur Erleuchtung ist natürlich kein gut beschilderter Trampelpfad, auf dem man einfach anderen folgt und dabei schon irgendwie sicher ans Ziel kommt. Vielmehr ist da gar kein Weg. Und die Beschilderung? Wenn überhaupt vorhanden, völlig verwirrend.  Seit einer Woche übe ich täglich mindestens vier Stunden Yoga. In der verbleibenden Zeit studieren wir Yoga-Philosophie und lesen die dazugehörigen wichtigsten Schriften. Theoretisch weiß ich jetzt, wonach ich überhaupt suche, wenn ich von Erleuchtung spreche. Jetzt muss ich nur noch begreifen, dass meine wahre Natur Liebe ist und ich nicht mein Ego, sondern eins mit dem Universum, dem wahren und unendlichen Bewusstsein, bin. Damit das Ganze nicht zu langweilig wird, haben die Vertreter der verschiedenen philosophischen Ansätze sich noch unterschiedlichste Wertesysteme, Verhaltensregeln und Herangehensweisen überlegt. Und wenn man sich doch mal aus Versehen in einem Aspekt einig war, hat man wenigstens noch unterschiedliche Begrifflichkeiten dafür entwickelt. Ach so, und das alles natürlich in Sanskrit. 

La Vida Nica

 Die Reise ins Paradies war lang, aber jetzt bin ich endlich hier. Blicke morgens um 05:00 Uhr hellwach von meinem Zimmmer auf das Meer und freue mich über den Sonnenaufgang, stehe nachts staunend unter der Milchstraße überwältigt vom Sternenhimmel und übe tagsüber Yoga mit wundervollen Menschen aus der ganzen Welt. Das Leben ist schön. 

Ich berichte euch ganz bald mehr. Hier gibt es nur sehr limitiert Telefonnetz und Internet, daher erstmal nur ein kurzes Lebenszeichen.

 

Ommmmmmm my god …

Jetzt wird es langsam ernst. Vor mir liegt eine sechsmonatige Yoga-Weltreise. In genau 5 Wochen geht es los. Ziel ist die Erleuchtung. Kann ja so schwer nicht zu finden sein. Und sollte sich das doch komplizierter gestalten (wovon ich derzeit icht ausgehe), tun es für den Anfang auch Freiheit, Abenteuer, Spaß, Sonnestrandundmeer und jede Menge Yoga. Ich bin da also durchaus in Maßen kompromissbereit.