Tag: Abschied


Ich bin wieder da

… und habe einen Flug in Reihe 13 überlebt, die es normalerweise gar nicht gibt. Jetzt ist es also offiziell – ich bin ein kosmisches Kind und stehe unter dem Schutz des Universums.

Danke


Nachdem ich nun zwei Tage ausgiebig in Selbstmitleid ob meiner unausweichlichen Rückkehr nach Deutschland gebadet habe und die Melancholie selbst vor meiner Yogamatte nicht halt gemacht hat, ist mir dann heute doch mal bewusst geworden, dass man seine letzten Reisemomente auch durchaus sinnvoller verbringen kann. Ja, bisschen spät, ich weiß. Aber wenn einen das olle Selbstmitleid erstmal gepackt hat, stopft es einem ganz schnell den Kopf mit Trauerwatte aus, damit man ja nicht auf die Idee kommt, sich womöglich daran zu erinnern, dass es ja eventuell auch den ein oder anderen winzig kleinen Grund geben könnte, ein glücklicher und dankbarer Mensch zu sein anstatt ein Häufchen Elend im Orient.

Going home 

Vor der Reise war ich ein bisschen nervös und aufgeregt, in erster Linie aber neugierig auf alles, was vor mir lag. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Hätte mir das Reiseleben nicht gefallen, wäre ich eben einfach wieder umgekehrt. Alle Abschiede waren auf sechs Monate begrenzt, kein Grund also für dramatische Abschiedsszenen oder Heimweh.

Bye bye Philippines 

  Etliche Stunden habe ich an deinen Flughäfen verbracht, in Bussen und Taxen, die deinem chaotischen Verkehr zum Opfer gefallen sind. So viele Meilen mit Booten und Fähren zurückgelegt. So viele Stunden lag ich an deinen atemberaubenden Stränden und badete im türkisblauen Meer, das sogar mich zum Schnorcheln animiert hat. So viele nette Menschen habe ich hier getroffen und so viel Gastfreundschaft erfahren. Und so viele Fragen beantwortet. Mittlerweile weiß glaube ich jeder Starbucks Mitarbeiter auf den Philippinen wie ich heiße, woher ich komme, wie alt ich bin, wo ich schon überall war und wo ich es am schönsten fand. Na hier natürlich! Von deinen 7.107 Inseln habe ich gerade mal 4 gesehen. Ich werde also wiederkommen. Definitiv!

Aber jetzt geht die Erleuchtungssuche erstmal in Singapur weiter. Ich bin gespannt. Es gibt dort einen Stadteil namens Little India. Vielleicht eine gute Vorbereitung auf das echte India? Mal sehen …

Uuuuuuund … ACTION! 

Oh, das waren so schöne erste Tage auf den Philippinen. Am Flughafen in Cebu hat Dodo, seines Zeichens weltbester Taxifahrer des Inselarchipels, mich eingesammelt. Natürlich stilecht mit Abholschild.

Was für ein toller Empfang! Dann ging es wild hupend auf der Überholspur auf nach Moalboal.

Ein Abschied

Mach’s gut, Zentralamerika. Schön war’s. Wunderschön sogar. Aber jetzt ist deine Seite im Pass voll, also Zeit umzublättern. 

Vor mir liegt eine knapp 40-stündige Reise nach Manila bzw. Cebu. Das Kindle ist mit schönen Büchern und Reiseführern gefüllt, der iPod randvoll mit toller Musik und das Nackenkissen immer griffbereit. Es kann losgehen. Auf zu neuen Abenteuern!  Ich freue mich. 

San José > Atlanta > Detroit > Tokyo > Manila > Cebu

 

Oh, wie schön ist Panama!

  … und es riecht tatsächlich von oben bis unten nach Bananen.

In Sámara, Costa Rica dachte ich ja eigentlich schon, dass es besser gar nicht werden könnte. Aber was soll ich sagen: Kaum habe ich die Grenze zu Panama überquert – eine rostige, morsche und angsteinflößende Brückenkonstruktion, die ihre besten Jahre definitiv hinter sich hat – bin ich total verliebt in Panama.

Neumond – neue Abenteuer

Nach sechs aufregenden und wunderschönen Wochen in Nicaragua bin ich heute in Costa Rica angekommen. Und ich bin allein. Denn nach zwei gemeinsamen Reisewochen, diversen Mutproben, Dschungelprüfungen und einer Nahtoderfahrung befand Katja mich letztendlich für reisetauglich, setze mich heute Morgen in ein Taxi Richtung Busbahnhof in Managua und nahm selbst den nächsten Flieger Richtung Heimat. Meine Tränchen konnten ihr Abenteurerherz nicht erweichen. Und das ist auch gut so. Denn es ist Neumond. Das heißt, ein neuer Abschnitt beginnt und neue Abenteuer warten. Neue Wege wollen gegangen, neue Menschen kennengelernt, neue Berge bezwungen und neue Länder bereist werden.

Abschied nehmen und alte Zöpfe abschneiden

schaukel

Diese Woche ist geprägt von Abschieden. Einige liegen schon hinter mir, einige noch vor mir. Auffällig ist, dass mir keiner der bisherigen Abschiede wirklich schwergefallen ist oder mich wirklich traurig gestimmt hätte. Natürlich ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, die ich vermissen und Momente, die ich verpassen werde. Allerdings überwiegt dennoch eindeutig das Gefühl der Vorfreude und Abenteuerlust. Also nichts mit sentimentalen Abschiedstränchen, dramatischen Abschiedsszenen und triefenden Taschentüchern (fänd ich ja schon fast wieder cool).