Category: Yoga und Meditation


Yoga in Zeiten des Wandels. Oder: Einatmen – Ausatmen

Der Herbst ist geprägt von der Energie des Vata Dosha und seinen Elementen Luft und Raum. Vata steht für die Energie, die die Dinge bewegt und so ist der Herbst eine Zeit der Wandlung. Der Sommer, der uns eben noch so endlos vorkam, verabschiedet sich. Vielleicht spürst du eine leichte Melancholie und möchtest noch gar nicht ganz loslassen. Die Temperatur sinkt, die Luft wird klar. Die Farben und Gerüche verändern sich. Und nicht nur die Natur durchläuft diesen Wandel von außen nach innen, auch wir haben jetzt das Bedürfnis nach Ruhe, Achtsamkeit und Einkehr. Der bewusste Rückzug hilft uns, die Energie nach innen auszurichten und das Jahr zu reflektieren. Wir können in Frieden Abschied nehmen, von dem, was vergänglich ist, von dem, was nicht mehr zu uns passt, damit auch wir uns verändern und erneuern können.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter? Oder: Ishvara Pranidhana

Im Leben findet man sich ja immer mal in Situationen wieder, die einen überfordern – auf die ein oder andere Weise. Mich bringt zum Beispiel im Grunde jede Reise mit der Deutschen Bahn an die Grenzen meiner Belastbarkeit und bisweilen auch darüber hinaus. Da vergesse ich mein Yoga und übergebe die Steuerung an sehr dunkle Anteile meiner Seele, um angesichts der verheerenden Kombination aus Inkompetenz, Unfreundlichkeit und Willkür ohne posttraumatische Belastungsstörung irgendwie, irgendwo und irgendwann anzukommen.

Von einer, die auszog, eine Wohnung zu finden und sich selbst fand

Ich bin gerade auf Wohnungssuche. In Hamburg. Als Selbständige. Würde ich mich mit der Lösung des Hamiltonkreisproblems oder der Quadratur des Kreises befassen (Mathe Prüfungsfach, 1 Punkt) hätte das ungefähr genauso viel Aussicht auf Erfolg. Daher wäre ich auch schon für ein bezahlbares WG-Zimmer mit mehr als sieben Quadratmetern und ohne Schimmelpilz an den sich langsam ablösenden Tapeten sehr dankbar.

Einmal Sorgenfrei to go, bitte. Eine Expedition zu den verflixten Gründen unserer Angst

So viele Entscheidungen. So viele Optionen. So viele Konsequenzen. So viel Unsicherheit. So viel Angst. Je mehr wir uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, desto mehr hinterfragen wir die Strukturen, in denen wir uns bewegen und finden uns in Situationen wieder, die große Entscheidungen von uns verlangen und nicht selten auch einen Richtungswechsel und einschneidende Veränderungen bedeuten. Und Veränderungen konfrontieren uns immer auch mit unseren großen und kleinen Ängsten.

Vom Suchen und Finden und was das mit Yoga zu tun hat

Ich bin eine Suchende. Rastlos. Ratlos. Kaum bin ich da, bin ich auch schon wieder weg. Du denkst mich zu kennen, da gebe ich mich schon wieder voller Hingabe dem nächsten Lebenswandel hin. Ich suche … das Glück, die Erfüllung, Zufriedenheit, Bedeutung, Antworten, eine Heimat. Ich suche in fernen Ländern, auf Reisen, in Jobs, Beziehungen und in der Meditation. Ich suche in Büchern, Lebensmodellen, der Astrologie, der Philosophie, in der Natur und im Yoga. Ich suche. Immer. Überall. Das ist furchtbar anstrengend und furchtbar schön. Vieles habe ich schon gefunden und vieles losgelassen. Die Idee stehenzubleiben macht mir Angst. Manchmal wird mir ganz schwindelig von dieser Suche und manchmal schwebe ich wie auf Wolken. Manchmal bin ich voller Zuversicht und manchmal zutiefst hoffnungslos. Manchmal denke ich, ich suche, weil ich nun mal eine Suchende bin und schon immer war, dass es gar nicht darum geht, etwas zu finden. Und manchmal denke ich, ich bin eine Suchende, weil ich suche, weil etwas fehlt, das ich irgendwann verloren habe.

Yoga in vollen Zügen genießen. Oder: wie du rausfindest, ob dein Yoga funktioniert

Neulich habe ich ein schlaues Zitat gelesen: „The universe only gives you what you can handle.“

Wenn dem tatsächlich so ist, hält mich das Universum offenbar für Chuck Norris’ kleine Schwester. Oder es hat womöglich selbst unterschätzt, welche Strapazen mit einer Bahnfahrt einhergehen können. Kann sich auch das Universum irren? Rückblickend muss ich jedenfalls sagen, dass mich diese Erfahrung viel gelehrt hat – über mich, mein Yoga, Meditation, Menschen im Allgemeinen und die Abgründe des menschlichen Seins im Speziellen. Und das kam so …