Category: Reisevorbereitung


Zuversicht

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut das Schicksal doch für uns sorgt. Gestern zum Beispiel hat es mich zugegebenermaßen doch ein wenig Überwindung gekostet zum Yoga zu fahren. Das lag nicht zuletzt  daran, dass ich der plötzlich herrschenden Windstille nach Orkantief Niklas nicht so ganz über den Weg trauen wollte. Der Sturm hat in den letzten Tagen alles verweht und verwüstet, was nicht niet- und nagelfest war. Mich erwischte es ein Mal ganz klassisch auf dem Fahrrad und ein zweites Mal zuhause auf dem eigentlich sicheren Sofa, als Niklas plötzlich nicht mehr nur an den Baumwipfeln und Hausdächern zerrte, sondern es plötzlich auch auf meine Zuversicht und meinem Optimismus abgesehen hatte.

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Abschied nehmen und alte Zöpfe abschneiden

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Diese Woche ist geprägt von Abschieden. Einige liegen schon hinter mir, einige noch vor mir. Auffällig ist, dass mir keiner der bisherigen Abschiede wirklich schwergefallen ist oder mich wirklich traurig gestimmt hätte. Natürlich ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, die ich vermissen und Momente, die ich verpassen werde. Allerdings überwiegt dennoch eindeutig das Gefühl der Vorfreude und Abenteuerlust. Also nichts mit sentimentalen Abschiedstränchen, dramatischen Abschiedsszenen und triefenden Taschentüchern (fänd ich ja schon fast wieder cool).

Das Dilemma mit dem One-Way Ticket. oder: … und dann kam Hanna.

Ich gebe zu, ich fühlte mich schon ganz schön abgebrüht, als ich meinen Flug nach Nicaragua gebucht habe und auf die Frage nach dem Rückflugdatum in lässiger Indiana Jones Manier „One-Way – ich brauche keinen Rückflug.“ geantwortet habe. Die Reiseverkehrskauffrau machte große Augen. Was ich, benebelt von meiner eigenen Coolness, in diesem Moment als bewundernde Anerkennung interpretierte, war wahrscheinlich eher deren erfahrungsbedingte Vorahnung, dass ich das womöglich noch bereuen würde. Und, ähh, so kam es natürlich auch irgendwie.

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Metamorphose zum Backpacker

mexiko Vor nicht allzu langer Zeit lachte ich noch lauthals mit, als mein Bruder meinte: „Treckinghose mit Reißverschluss-Hosenbein?! Stempel dir doch gleich TOURIST auf die Stirn und häng dir am besten noch ein Brustbeutelchen um.“ Heute bin ich stolze und vor allem überzeugte Besitzerin einer solchen Hose. Und damit nicht genug. Ich scheine eine Art Metamorphose zum Backpacker zu durchlaufen und tausche Fashion gegen Funktionalität. Was zählt ist nicht mehr wie es aussieht, sondern wie viel es wiegt, ob es Schmutzabweisend ist, schnell trocknet und auch die gutgemeinten Bemühungen einer indischen Handwäsche im Ganges übersteht.

„Don’t panic!“ oder: Von der Kunst die Nerven zu bewahren

Still in Hamburg – still alive and kicking. Gestern allerdings ist mir zum ersten Mal aufgefallen, das die Vorbereitungsphase eines solchen Reisevorhabens tatsächlich enorme Stimmungsschwankungen birgt. Und gestern war definitiv ein absoluter Höhepunkt – im positiven Sinne.

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Ommmmmmm my god …

Jetzt wird es langsam ernst. Vor mir liegt eine sechsmonatige Yoga-Weltreise. In genau 5 Wochen geht es los. Ziel ist die Erleuchtung. Kann ja so schwer nicht zu finden sein. Und sollte sich das doch komplizierter gestalten (wovon ich derzeit icht ausgehe), tun es für den Anfang auch Freiheit, Abenteuer, Spaß, Sonnestrandundmeer und jede Menge Yoga. Ich bin da also durchaus in Maßen kompromissbereit.