Februar 2017


Vom Suchen und Finden und was das mit Yoga zu tun hat

Ich bin eine Suchende. Rastlos. Ratlos. Kaum bin ich da, bin ich auch schon wieder weg. Du denkst mich zu kennen, da gebe ich mich schon wieder voller Hingabe dem nächsten Lebenswandel hin. Ich suche … das Glück, die Erfüllung, Zufriedenheit, Bedeutung, Antworten, eine Heimat. Ich suche in fernen Ländern, auf Reisen, in Jobs, Beziehungen und in der Meditation. Ich suche in Büchern, Lebensmodellen, der Astrologie, der Philosophie, in der Natur und im Yoga. Ich suche. Immer. Überall. Das ist furchtbar anstrengend und furchtbar schön. Vieles habe ich schon gefunden und vieles losgelassen. Die Idee stehenzubleiben macht mir Angst. Manchmal wird mir ganz schwindelig von dieser Suche und manchmal schwebe ich wie auf Wolken. Manchmal bin ich voller Zuversicht und manchmal zutiefst hoffnungslos. Manchmal denke ich, ich suche, weil ich nun mal eine Suchende bin und schon immer war, dass es gar nicht darum geht, etwas zu finden. Und manchmal denke ich, ich bin eine Suchende, weil ich suche, weil etwas fehlt, das ich irgendwann verloren habe.