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Back to reality. Oder: Wie aus yogaworldtravel New Moon Yoga wurde

Kommt das nur mir so vor oder dreht der Planet sich auf einmal irgendwie schneller, auf einer anderen Umlaufbahn … in einer anderen Galaxis? Seit Oktober bin ich zurück von meiner Weltreise und mein Handtuch hängt wieder an Ort und Stelle – im heimischen Badezimmer. Doch seitdem hat sich so viel verändert. Eigentlich alles. Oder hab nur ich mich verändert?

„We don’t see things as they are, we see things as we are.“ (Anaïs Nin)

„Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.“ Ob Anaïs Nin wohl auch einmal mit der Yogamatte die Welt umrundet hat, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen?

Fakt ist: Hier in Hamburg ist eigentlich alles wie immer. Aber ich bin neu, quasi Katrin 2.0. Wer meinen Blog yogaworldtravel verfolgt hat weiß, dass es sich mit der Erleuchtung dann doch irgendwie komplizierter gestaltet hat, als anfangs erwartet. Und glaubt mir, ich habe wirklich alles gegeben; bin in finsterer Nacht barfuß durch den Dschungel gelaufen, hatte eine Nahtoderfahrung auf offener See, habe literweise Chai Tee geschlürft, meine Zeit im Kopfstand im Ashram vertrödelt, im Himalaya meditiert und im Ganges gebadet, ich habe mich von Klippen gestürzt, bin mit Affen um die Wette gerannt (im Nachhinein betrachtet eine der eher dümmeren Ideen), habe mit Tarantulas über ihr Bleiberecht in meiner Hütte diskutiert, meine Chakren geöffnet, mein Kundalini mit allen erdenklichen Yogastilen bearbeitet und am Ende sogar einen Erleuchteten gefragt, wie das denn jetzt so ist mit „dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.“ (Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis). Erleuchtung hat sich trotz allem nicht eingestellt, eher Verwirrung. Was glasklar war, war auf einmal verschwommen. Meine vermeidlichen Wahrheiten gerieten ins Wanken. Sah ich mein Leben bis dahin als präzisen Schwarz-Weiß-Druck, lag nun ein farbenfrohes Aquarell vor mir – die Grenzen verschwommen, unmöglich Worte zu finden, für all die feinen Farbschattierungen. Ein schönes Chaos. Na super!

Leicht überfordert vom eigenen neuen Weltbild hielt ich schnöden Alltag für den besten Weg, wieder Klarheit im Kopf zu bekommen – von Sinnsuche und Erleuchtung hatte ich zumindest erstmal die Nase voll. Also back to the roots, back to work, back to reality – das war der Plan. Aber:

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ (John Lennon)

Und was seitdem alles passiert ist und noch immer passiert, davon werde ich dir hier berichten. Nur soviel: Yoga zu leben, während man unbeschwert und finanziell unabhängig die schönsten Ecken der Erde bereist ist easy. Yoga zu leben, während man einen Vollzeitjob in einer hektischen, verregneten Großstadt wuppt, zurück im System von Höher-Schneller-Weiter ist hingegen ganz großes Kino – und mein neues Projekt.

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„Yoga ist die Reise des Selbst, durch sich selbst, zu sich selbst.“ (Bhagavad Gita)

Yogaworldtravel, meine Yoga-Weltreise, ist vorbei, nicht aber meine eigentlich Yoga-Reise. Die fängt hier und jetzt mit New Moon Yoga erst so richtig an. Und ich habe das Gefühl, dass das Universum auch für diese Reise großartigen Etappen und Anekdoten vorgesehen hat – vielleicht an weniger exotischen Schauplätzen, aber bestimmt nicht minder abenteuerlich. Und deshalb lebe ich weiterhin getreu nach dem Motto:

„Das hier ist ’ne verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist!“ (Douglas Adams)

Ich freue mich, wenn du auch mich auch auf dieser Reise weiter begleiten möchtest und meinen neuen Blog verfolgst.

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