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Stay wild moon child

Und wieder bin ich am Flughafen. Es ist mein Abschied von Indien. Und es ist Vollmond. Sonne und Mond stehen sich also genau gegenüber … und wir stehen dazwischen und bewundern diese riesige, geheimnisvoll leuchtende Kugel am Himmel.

Spirituell betrachtet steht der Vollmond für vollendetes Wachstum, für Reife und Verwirklichung und ich freue mich über diesen energiegeladenen, WUNDERvollen Abschluss meiner Reisezeit in Indien, denn irgendwie klingt das ja auch ein bisschen nach Erleuchtung. Und auch wenn ich natürlich (noch) nicht erleuchtet bin, hat dieses Land es doch auf jeden Fall geschafft, etwas in mir zum Leuchten zu bringen. Und dieses Leuchten nehme ich mit, wo immer die Reise auch hingehen mag. Ein wertvolles Geschenk.

Der Vollmond macht uns sensibel, bringt verborgene Emotionen zum Vorschein und wirbelt alles noch mal kräftig durcheinander, sorgt für Unruhe und lässt uns gefühlsmäßig manchmal ein bisschen die Bodenhaftung verlieren. Und so setze ich mich in den Flieger, lasse Indien hinter mir und meinen Träumen und Visionen freien Lauf.

Vor mir liegen eine Reise durch den Nachthimmel, Marokko, 1001 Nacht und die Zeit des abnehmenden Mondes. Dann kehrt nach und nach wieder die Ruhe ein, die uns hilft zu reflektieren wofür wir dankbar sind und zu entscheiden, was wir loslassen wollen, um dann an Neumond wieder mit aufgeräumter Seele neu durchzustarten und den zunehmenden Mond zu nutzen, die Neumond-Pläne mit neuer Kraft zu verwirklichen.

Man mag an den Einfluss des Mondes glauben oder nicht. Die Wissenschaft sieht die tatsächliche Wirkweise der Mondphasen auf den Menschen ja eher sehr skeptisch. Aber wenn der Mond die Kraft hat, ganze Ozeane zu bewegen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass diese Kraft auch in uns etwas bewegt.
Mir zumindest gefällt die Vorstellung, den Mond bei allem, was ich tue, an meiner Seite zu wissen. Wenn man einmal weiß, wie man ihn zu nehmen hat, ist er ein sehr treuer, verlässlicher und vor allem omnipräsenter Freund, gerade auf Reisen, wenn die Liebsten sich geographisch betrachtet weit weg, auf anderen Kontinenten, in anderen Zeitzonen und anderen Lebensmodellen befinden, aber trotzdem abends auf den selben Mond schauen.

The moon is a friend for the lonesome to talk to. (Carl Sandburg)

Comments ( 1 )

  • Karin Seiler says:

    Juhu Katrin, seeeeeeeeeeehr schön geschrieben!!!! Was hast du alles erlebt…. wunderbar!!! Ich freue mich auf dein Leuchten 🙂 !!!
    Karin

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