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Gefunden: ungenutzter Raum im Kopf


Kaum zu fassen, wie die Zeit verfliegt. Ich stecke mitten in der Prüfungsphase für die Yogalehrerausbildung. Deshalb ist es auch ein bisschen ruhig um mich geworden. Ich wälze meine Bücher, singe permanent zur besseren Einprägung leise die wichtigsten Mantras vor mich hin, verbiege meinen Körper in alle möglichen und unmöglichen Richtungen, lerne Sanskrit und die abgefahrensten Methoden, um Körper und Geist zu reinigen, ich atme, meditiere, denke, hinterfrage, lese …

Allerdings habe ich nicht wie in früheren Lernphasen das Gefühl, dass mein Hirn aus allen Nähten platzt. Vielmehr hat sich da oben offenbar bislang ungenutzter Raum aufgetan, den ich jetzt ganz Tine-Wittler-mäßig gekonnt bis auf den letzten Millimeter ausnutze. Je mehr ich lerne, desto mehr Fragen stellen sich mir und ich suche mir neuen Lesestoff, löchere meine Lehrer, versuche zu verstehen und zu begreifen.


Herrlich fühlt sich das an. Vor allem wird auch der Wunsch immer größer, all das, was ich auf dieser Reise gelernt habe, über das Leben, das Universum und den ganzen Rest, mit anderen zu teilen. Bleibt nur zu hoffen, dass es Zuhause auch jemand hören will.

Ende der Woche, nach den Prüfungen, geht es schon weiter nach Delhi, Agra, Varanasi und später nach Kerala in den Süden. Hier verbringe ich dann die letzte Woche bevor ich Indien verlasse mit Yoga und Ayurveda und Elefanten. Und Elefanten stehen in der indischen Mythologie immerhin für große Bewusstheit und unerschöpfliche Kreativität. Da ist also noch mal großes Erleuchtungspotenzial. Es bleibt spannend!


Der Abschied von Indien wird mir bestimmt nicht leicht fallen, aber es wartet ja auf mich das mystische Marokko, Gewürze, Märkte, Farben, Kamele, Wüste, Berge, Oasen, Lichter, Geschichtenerzähler, … Und etwas in mir zieht mich nach Marrakech. Ich habe das starke Gefühl, dass diese Reise mit all ihren Abenteuern, Begegnungen, kleinen Wundern, Sorgen, Freuden, Zweifeln, Fragen und Erkenntnissen mich auf etwas vorbereitet, das hier passieren soll. Klingt verrückt? Abgehoben? Ballaballa? Na, wir werden ja sehen.

Comments ( 5 )

  • Yogilanie says:

    Oh wow, das hört sich alles so toll an. Mensch, ich beneide dich so… ich freue mich auf weitere Berichte von dir! P.S. Ich war heute tatsächlich Kühe streicheln 😉 LG und alles Gute!

  • Barbara Sobotta says:

    Deinen Blog lese ich mit großer Begeisterung, liebe Katrin.😊 Ich freue
    mich mit Dir über Deine bisher gemachten Erfahrungen und wünsche Dir viel Gelassenheit für die anstehenden Prüfungen sowie weiterhin eine erlebnis- und erkenntnisreiche Zeit.
    Aus Berlin grüßen Barbara und „Anhang“

  • Susanne says:

    Natürlich kannst du stolz sein! Ich bin auch stolz auf dich.

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