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Mother India


Ich ahnte wohl, dass Indien noch mal eine ganz andere Nummer werden würde, aber so wirklich vorstellen kann man sich den Erstkontakt ja nicht. Ich bin tatsächlich sehr froh, dass ich schon eine Weile unterwegs bin und Mother India mich nicht völlig unvorbereitet in ihre Arme geschlossen hat. Und trotzdem hat mich diese Begegnung erstmal umgehauen.

Hitze, Monsun, Kühe, Affen, Dreck, tausend Gerüche und Geräusche und Geschmäcker. Überall Augen, die einen anstarren. Sadhus, Bettler, Krüppel, Händler, Yogis, Frauen in farbenfrohen Saris, bettelnde Kinder, lachende Kinder. Zu viele Eindrücke, als dass ich sie jetzt schon wirklich in Worte oder Bilder fassen könnte.

Der Ashram, den ich mir für die Yogalehrer Ausbildung in Rishikesh ausgesucht hatte, war fest in der Hand von Kakerlaken und der Yogalehrer übellaunig und selbstverliebt. Drei Mal tief durchgeatmet, mit Sack und Pack noch am gleichen Tag wieder ausgezogen und meine Optionen abgewägt. Und was soll ich sagen? Das Universum hatte eben einfach einen anderen Platz für mich vorgesehen.

 Denn jetzt wohne ich in einem anderen Ashram. Mein Zimmer ist sehr einfach, aber ich blicke direkt auf den Ganges und im Hof chillen freundliche Affen. Und nach der 2,5 stündigen Yogaklasse am Abend, deren einzige Schülerin ich war, bin ich sehr froh, dass ich nicht kompett die Flucht ergriffen habe. Diese Yogastunde war anders als alles, was ich bisher kannte und absolut „mind blowing“ und „eye opening“. Rishikesh ist ein Ort, der magisch pulsiert. Ich gehöre genau jetzt genau hier hin. Alles fühlt sich gut und richtig an.

Ich habe das Gefühl, dass ich hier viel lernen kann über mich selbst, über Yoga, Meditation, Atmung, Philosophie … und natürlich über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.

Comments ( 3 )

  • mikejaehnichen says:

    Hab viel Spaß da. Indien ist einzigartig. 👳

  • sabihass says:

    Das hört sich faszinierend an. Wie lautet der Name des Ashrams? Ich möchte sowas unbedingt auch machen. Muss eine einzigartige Erfahrung sein. Liebe Grüße

    • Ka says:

      Ich bin bei Shiva Yoga Peeth und dort gefällt es mir super! Nicht zu empfehlen ist AYM (Association for Yoga and Meditation). Die haben, wie ich jetzt gelernt habe, in der ganzen Stadt einen schlechten Ruf. Wenn du erstmal nur die 200 Stunden Ausbildung machen möchtest, schau mal bei Swasti Yoga Shala. Dort habe ich vorgestern eine Stunde bei Surinder Singh besucht. Ein sehr charismatischer und freundlicher Yogalehrer und ein hübsches Haus ein bisschen abseits vom Trubel. Viel Spaß bei der Planung!

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