Juli 2015


Holy Cow. Oder: Ein Aufruf zum Kühestreicheln

 
Dies ist ein Aufruf. Leute, geht Kühe streicheln! Wer jetzt denkt, Indien und die vielen Yogastunden würden mir langsam zu Kopf steigen, dem muss ich an dieser Stelle sagen: Genau so ist es. Auf jeden Fall merke ich, dass dieses Land mein Herz immer mehr öffnet, da ist dann eben auch mehr Platz für Kuhliebe.

Alles, worauf es im Leben ankommt, kann ich von meinem Hund lernen

Die erste Woche der Yogalehrer Ausbildung ist um und heute haben wir einen freien Tag. Wie nicht anders zu erwarten, war ich trotzdem um 06:00 Uhr hellwach. Da das Leben in Rishikesh aber erst so gegen 10:00 Uhr beginnt, hatte ich ein bisschen Zeit die Woche gedanklich zu verarbeiten.

Swami liebt dich


Die Yogalehrer Ausbildung beginnt. 60 Yogis aus aller Welt sitzen aufgeregt auf ihren Meditationskissen im großen Yoga Saal und bestaunen unseren Swami Sudhiranand bei der Durchführung des traditionellen Feuerrituals. Ganz schön erleuchtet sieht er aus. Nehme mir vor ihn bei Gelegenheit zu fragen, wie er das hinbekommen hat. Vielleicht sollte ich mir auch so ein oranges Gewand zulegen (kann man hier überall kaufen). Das steigert zumindest den optischen Erleuchtungswert ungemein. Kann ja nicht schaden.

Delhi Belly in Rishikesh

Während der ersten zwei Tage in Indien glaubte ich noch ganz im Ernst an die Möglichkeit vom berühmt-berüchtigten Delhi Belly verschont zu bleiben, einer heftigen Magen-Darm Infektion, meist ausgelöst durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel, die sich so ziemlich jeder Indien-Reisende, und sei er noch so vorsichtig, früher oder später einfängt. Schließlich hatte ich es ja auch ohne Magenprobleme durch Zentralamerika und Südostasien geschafft und das, obwohl ich meist Leitungswasser getrunken habe und auch keine ausgeprägte Paranoia gegenüber Salat, aufgeschnittenen Früchten und Eiswürfeln entwickelt hatte.

Mother India


Ich ahnte wohl, dass Indien noch mal eine ganz andere Nummer werden würde, aber so wirklich vorstellen kann man sich den Erstkontakt ja nicht. Ich bin tatsächlich sehr froh, dass ich schon eine Weile unterwegs bin und Mother India mich nicht völlig unvorbereitet in ihre Arme geschlossen hat. Und trotzdem hat mich diese Begegnung erstmal umgehauen.

Im Yoga-Dschungel. Oder: von der praktischen Anwendbarkeit schlauer Yoga-Weisheiten

Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, denn womöglich werden sie dir erfüllt. Genau das ist mir widerfahren. Ich wollte Abenteuer – das Universum gab mir Thailand. Aber von Anfang an …  

Allein auf Reisen

 In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht, ob und wie mich das Alleinreisen verändert hat und ob und wie sich diese Veränderungen auf mein Leben nach der Reise auswirken werden. Und da mein malaysischer Wahrsager mir dazu geraten hat, meine Gedanken aufzuschreiben, komme ich diesem Rat nun mach. Ich will ja meinem Glück nicht im Wege stehen.

Halbzeit in Malaysia

 Kaum zu glauben. Ich bin schon drei Monate unterwegs. Es ist also Halbzeit. Mittlerweile bin ich wohl, was man in Backpacker Fachkreisen einen Experienced Traveler nennt – so richtig warmgelaufen halt. Aufgeschlossen, abgebrüht, unerschrocken und kaum aus der Ruhe zu bringen. Und ich bin in Malaysia.