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El Nido Coconut Girl

Oh, du schön-schreckliches El Nido. Dieser wuselige, kleine, aufgeregte Ort, der sich wie ein Nest (span. nido) in die tiefen Felsspalten Palawans schmiegt. Nirgends fahren mehr Tricycles, nirgends wird mehr gehupt, nirgends hat es sich trotz Nebensaison bislang so touristisch angefühlt … und nirgends ist das Paradies so nah – nur eine kurze Bootsfahrt entfernt.

Von besagtem Paradies kann ich hier allerdings keine Fotos posten. Zum einen ist so eine Bootsfahrt eine ziemlich feucht-fröhliche Angelegenheit und die Miete für eine wasserfeste Kamera hoch (schließlich sind die Filipinos geschäftstüchtig). Zum anderen ist die Natur hier dermaßen überwältigend, wild und geheimnisvoll, dass keine Kamera der Welt es je einfangen könnte. Einsame Strände, Lagunen, Dschungel, Affen, türkis-blaues Wasser aus dem steile Felsen ragen, … Übrigens auch die Vorlage für den Roman „Der Strand“ von Alex Garland. Und so gibt es an dieser Stelle „nur“ Fotos von El Nido und der Rest ist in meinem Herzen gespeichert.

Kommt am besten selbst her und schaut es euch an! Ich wollte es auch nicht glauben, bis ich es heute gesehen hatte. Die Leute schwärmen einem ja so einiges vor, wenn der Tag lang ist.

Und ich muss sagen, auch mit meiner Integration hier läuft es immer besser. Seit Camiguin trage ich ja nun schon den filipinischen Namen Katkat (was auch Bestellungen bei Starbucks mit Namensangabe extrem vereinfacht). Aber damit nicht genug, ich habe nun auch eine geruchliche Anpassung vorgenommen. Beim Vorbeischlendern an den vielen kleinen Garküchen und Bäckereien habe ich mich schon immer gefragt, woher dieser intensive, nennen wir es mal „Duft“ kommt.  Egal ob Fisch, Fleischspieß oder Gebäck, alles eint diese seltsam süßlich-herbe Duftnote. Heute habe ich dann in einem kleinen Laden ein Fläschchen Kokosnussöl für meine Haut gekauft. Et voilà! Mich umgibt nun der zarte aber permanente Geruch nach filipinischem Streetfood. Ich hätte stutzig werden sollen, als die Verkäuferin meinte, dass es sich um einen echten Allrounder handelt und ich es nich nur für die Körperpflege, sondern gern auch als Salatdressing oder zum Frittieren verwenden könne. Und so bin ich nun Katkat – das El Nido Coconut Girl – und dem Universum sehr, sehr dankbar, dass ich diesen atemberaubenden Ort besuchen durfte.

Comments ( 2 )

  • Corinna says:

    Hari Om, liebe Katkat 😉

    neuer Mond, neuer Name und …neues Lebensjahr (wie ich gerade erst beim Lesen festgestellt habe). Mit etwas Verspätung schicke ich Dir liebevolle Geburtstagsgrüsse aus dem fernen Rheingau und wünsche Dir ein erfülltes glückliches neues Lebensjahr.

    Klingt so, als hätte es gut und voller neuer Erfahrungen begonnen und nichts ist besser für ein langes, erfülltes Leben als viele neue Erfahrungen. Wusstest Du, dass uns rückblickend die Zeit länger erscheint, wenn wir neue, schöne Dinge erlebt haben, auch wenn sie währenddessen wie im Fluge zu vergehen scheint? Und wenn wir immer die selben Dinge tun, dehnt sich die Zeit in dem Moment oft wie Kaugummi, ist aber im Rückblick einfach nur dahin gerast… Also fülle jeden Tag mit etwas Neuem und Du hast rückblickend ein längeres Leben gehabt 🙂

    Corinna

    PS. Ich freue mich auf Schloss Waldeck

    • Ka says:

      Danke, liebe Corinna! Hier passiert jeden Tag so viel Neues, Schönes, Merkwürdiges, Lustiges, Inspirierendes, Aufregendes und Abenteuerliches, dass ich mein Zeitgefühl momentan komplett verloren habe. Aber das fühlt sich gut an. Ich freue mich auch schon sehr auf unser Yoga-Freundinnen-Revival im November. Da übernehme ich dann man Katjas Rolle und werde ganz viel erzählen. 😉 Katja weiß, dass ich das nett meine. Bis ganz bald und lots of love and happiness für dich und deine Familie.

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