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Uuuuuuund … ACTION! 

Oh, das waren so schöne erste Tage auf den Philippinen. Am Flughafen in Cebu hat Dodo, seines Zeichens weltbester Taxifahrer des Inselarchipels, mich eingesammelt. Natürlich stilecht mit Abholschild.

Was für ein toller Empfang! Dann ging es wild hupend auf der Überholspur auf nach Moalboal.

Hier wartete Rouven mit Champagner, Bier und einem tollen Hot Stone Abendessen an der Beach Bar. Hallo? Wen interessiert es da noch, ob der Rucksack verschollen ist?! Und als wir so richtig in Bierlaune waren, haben wir uns vorgenommen, am nächsten Tag River Climbing zu machen. Schließlich warteten noch ein paar Ängste darauf besiegt zu werden.  Wasser, Höhe, Fische, Spinnen … Das alles kann man beim River Climbing sehr schön kombinieren. Und beduselt wie ich nach Champus, Bier, einer 40-Stunden Reise und 14-stündiger Zeitverschiebung war, fand ich die Vorstellung großartig.

Und großartig war es auch! Wir sind geklettert, gesprungen, gegen Stromschnellen angeschwommen und haben uns an schmalen, glitschigen Felsvorsprüngen entlanggehangelt. Ich hab mich selbst kaum wiedererkannt. Kleiner Eindruck gefällig? Bitteschön!

Rouven musste am nächsten Tag leider abreisen, aber ich war mittlerweile auf den Geschmack gekommen und hab mich gleich für die nächste Tour angemeldet – Canyoning. Vielleicht hätte ich mir nur vorher mal eins der Videos am Buchungsstand anschauen sollen oder zumindest die Beschreibung auf den Infotafeln lesen. Denn das war so…

Während der zweistündigen Wanderung steil bergauf zum Canyon bei sengender Hitze erklärten mir die Guides, Jimmi und Super Mario, dass Springen bei dieser Tour nicht optional, sondern obligatorisch ist, da die Seile zum Abseilen eben einfach nicht lang genug sind. Das sehe man ja schließlich auch im Video. Upps! Was ich zunächst für einen blöden Witz hielt, wurde kurze Zeit später ernst, als Mario meine Sicherung löste und mir, während ich mich nur noch mit einer Hand am Seil festhielt zurief: „1-2-3 JUMP! Aber bitte drück dich ab, damit du nicht an den Fels prallst und dann da rechts rüber, damit du dir nicht die Beine brichst.“ What!? Aber, ich bin gesprungen. An der höchsten Stelle 9 Meter. Und wenn man seinen Kopf ausschaltet, dann macht das sowas von Spaß! Adrenalin, Endorphine und der Sieg über die Angst.

 Mittlerweile habe ich Moalboal und seine atemberaubenden Sonnenuntergänge verlassen und gegen türkis-blaues Meer und weißen Sandstrand auf Bantayan Island eingetauscht.

  Und ich bin wieder allein. Ich glaube mittlerweile, dass das die eigentliche Lektion ist, die mich diese Reise lehrt. Immer wieder treffe ich wundervolle Menschen auf meinem Weg … und immer wieder trennen sich dann die Wege und man muss sich gegenseitig ziehen lassen und darin vertrauen, dass das Leben noch viele schöne Begegnungen für einen vorgesehen hat. Annehmen und loslassen. Sein Glück nicht an Menschen, Momente, Dinge, Orte, … hängen, sondern in sich selbst finden. Heitere Gelassenheit nennt das der Dalai Lama. Tja, dieses Konzept fällt wohl eindeutig in die Kategorie „leichter gesagt als getan“. Aber zum Glück begleitet mich ja meine Yogamatte, sozusagen als Handtuchersatz. Denn:

Das hier ist ’ne verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist. (Per Anhalter durch die Galaxis)

Comments ( 5 )

  • sasse1910 says:

    Happy Happy birthday,wo auch immer du bist😘

  • Heike schneider says:

    Hei katti
    Von der anderen Seite der Welt gratuliere ich dir zu deinem Geburtstag der wahrscheinlich jetzt für dich eine ganz andere Bedeutung hat , ich beneide dich für Deinen Mut , deine Erlebnisse und die Erfahrung allein zu sein und finde es eigentlich nur großartig dass du diese Reise machst wow …ich hoffe wir sehen uns dann mal und du kannst erzählen erzählen ,wenn du wirklich wieder „angekommen „bist !Bis dahin wünsche ich dir vom Universum viele tolle Erlebnisse,tolle Menschen und das dein Handzuch immer an der richtigen Stelle liegt … So ganz allein bist du ja gar nicht 🙂 sei gedrückt Heike

    • Ka says:

      Dankeschön! Im Oktober bin ich zurück. Mal sehen, wann ich dann wirklich „ankomme“. Das hast du schön geschrieben. Auf jeden Fall sehen wir uns dann und ich werde berichten. Lots of Love and Happiness vom anderen Ende der Welt für dich und deine Familie.

  • malindkate says:

    Beneidenswert und sehr sehr toll 🙂 wünsche dir noch viel Spaß und freue mich schon auf weitere Beiträge! #daretojump 😉

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