Juni 2015


Singapur – ein Ort, der Fragen aufwirft

Singapur ist sehr, sehr merkwürdig. Während der Rest Südostasiens sich dem perfektionierten Chaos hingegeben hat, herrscht hier Zucht, Ordnung, Sauberkeit und grenzenloser Reichtum. Da stellen sich mir spontan drei Fragen.

Bye bye Philippines 

  Etliche Stunden habe ich an deinen Flughäfen verbracht, in Bussen und Taxen, die deinem chaotischen Verkehr zum Opfer gefallen sind. So viele Meilen mit Booten und Fähren zurückgelegt. So viele Stunden lag ich an deinen atemberaubenden Stränden und badete im türkisblauen Meer, das sogar mich zum Schnorcheln animiert hat. So viele nette Menschen habe ich hier getroffen und so viel Gastfreundschaft erfahren. Und so viele Fragen beantwortet. Mittlerweile weiß glaube ich jeder Starbucks Mitarbeiter auf den Philippinen wie ich heiße, woher ich komme, wie alt ich bin, wo ich schon überall war und wo ich es am schönsten fand. Na hier natürlich! Von deinen 7.107 Inseln habe ich gerade mal 4 gesehen. Ich werde also wiederkommen. Definitiv!

Aber jetzt geht die Erleuchtungssuche erstmal in Singapur weiter. Ich bin gespannt. Es gibt dort einen Stadteil namens Little India. Vielleicht eine gute Vorbereitung auf das echte India? Mal sehen …

El Nido Coconut Girl

Oh, du schön-schreckliches El Nido. Dieser wuselige, kleine, aufgeregte Ort, der sich wie ein Nest (span. nido) in die tiefen Felsspalten Palawans schmiegt. Nirgends fahren mehr Tricycles, nirgends wird mehr gehupt, nirgends hat es sich trotz Nebensaison bislang so touristisch angefühlt … und nirgends ist das Paradies so nah – nur eine kurze Bootsfahrt entfernt.

New moon island hopping und die fünf Elemente

Nach drei Tagen Robinson Crusoe Feeling auf Bantayan ging es zurück nach Cebu City. Und ich weiß nicht, ob ich einfach einen Ausgleich zu den menschenleeren Stränden und der Abgeschiedenheit Bantayans brauchte oder ob ich mich absurder Weise tatsächlich ein bisschen in Cebu verliebt habe. Der Verkehr ist höllisch, es ist laut, chaotisch, arm, reich, dreckig und völlig verrückt. Aber als ich am Abend von meinem Hotelbalkon im 33. Stock über die Lichter der Stadt geblickt habe, wusste ich, dass ich wiederkommen werde. Manchmal weiß man sowas ja einfach.

Uuuuuuund … ACTION! 

Oh, das waren so schöne erste Tage auf den Philippinen. Am Flughafen in Cebu hat Dodo, seines Zeichens weltbester Taxifahrer des Inselarchipels, mich eingesammelt. Natürlich stilecht mit Abholschild.

Was für ein toller Empfang! Dann ging es wild hupend auf der Überholspur auf nach Moalboal.

Hooray for today – endlich auf den Philippinen

Meine Güte, war das ein Trip. Aber jetzt bin ich endlich auf den Philippinen. Mein Rucksack leider nicht. Den habe ich in Atlanta einer Security-Angestellten zugeschmissen. Die hat gesehen, wie ich wie eine Irre gerannt bin, um trotz Verspätung  noch meinen Anschlussflug nach Detroit zu bekommen, und schrie mir schon von weitem entgegen „Give me your backpack, sweetheart!“ Na ja, mir hat das die entscheidenden fünf Minuten verschafft, um den Flieger noch zu erreichen. Der Rucksack hingegen hatte weniger Glück und musste in Atlanta übernachten. Das Gepäckband war wohl langsamer als ich.

Ein Abschied

Mach’s gut, Zentralamerika. Schön war’s. Wunderschön sogar. Aber jetzt ist deine Seite im Pass voll, also Zeit umzublättern. 

Vor mir liegt eine knapp 40-stündige Reise nach Manila bzw. Cebu. Das Kindle ist mit schönen Büchern und Reiseführern gefüllt, der iPod randvoll mit toller Musik und das Nackenkissen immer griffbereit. Es kann losgehen. Auf zu neuen Abenteuern!  Ich freue mich. 

San José > Atlanta > Detroit > Tokyo > Manila > Cebu

 

Oh, wie schön ist Panama!

  … und es riecht tatsächlich von oben bis unten nach Bananen.

In Sámara, Costa Rica dachte ich ja eigentlich schon, dass es besser gar nicht werden könnte. Aber was soll ich sagen: Kaum habe ich die Grenze zu Panama überquert – eine rostige, morsche und angsteinflößende Brückenkonstruktion, die ihre besten Jahre definitiv hinter sich hat – bin ich total verliebt in Panama.

Hauptstadt-Blues

Gestern noch Friede-Freude-Eierkuchen in Sámara, heute Asphaltlabyrinth und Nieselregen in Costa Ricas Hauptstadt San José.

Ich gebe zu, eine echte Chance mich von seiner eventuell verborgenen Schönheit zu überzeugen gebe ich dieser Stadt nicht. Ich bleibe genau eine Nacht bevor es morgen weiter nach Panama geht. Aber das reicht mir auch. Wir hatten auch einfach keinen guten Start, San José und ich.