Mai 2015


Pura Vida – die neue Langsamkeit

Das hat mich doch sehr zum Schmunzeln gebracht. Kaum akzeptiere ich die kreischenden Neon-Amis in Costa Rica als Teil meiner Erleuchtungsmission und höre auf zu schmollen, schickt das Universum mir die tollsten Reisefreunde und die nächste Erleuchtung. 

Costa Ricas grüne Berge

Gute Nachrichten: Ich fühle mich nicht mehr einsam, sondern genieße das Alleinsein. Das liegt allerdings in erster Linie daran, dass hier in Costa Rica hauptsächlich Amis unterwegs sind, die sich mit Vorliebe zu Gruppen von mindestens fünf grölenden Rollkoffer-Touris mit wahlweise Neon-Muskelshirts oder Neon-Hotpants zusammenschließen und völlig entrüstet gucken, wenn ein Straßenverkäufer ihre Muttersprache womöglich nicht ganz akzentfrei spricht.

Neumond – neue Abenteuer

Nach sechs aufregenden und wunderschönen Wochen in Nicaragua bin ich heute in Costa Rica angekommen. Und ich bin allein. Denn nach zwei gemeinsamen Reisewochen, diversen Mutproben, Dschungelprüfungen und einer Nahtoderfahrung befand Katja mich letztendlich für reisetauglich, setze mich heute Morgen in ein Taxi Richtung Busbahnhof in Managua und nahm selbst den nächsten Flieger Richtung Heimat. Meine Tränchen konnten ihr Abenteurerherz nicht erweichen. Und das ist auch gut so. Denn es ist Neumond. Das heißt, ein neuer Abschnitt beginnt und neue Abenteuer warten. Neue Wege wollen gegangen, neue Menschen kennengelernt, neue Berge bezwungen und neue Länder bereist werden.

Ein neues Kapitel

Wie schnell ist denn bitte der erste Monat meiner Reise vergangen?! Vier intensive und schöne Wochen im Coco Loco Resort sind vorüber. Wir haben Yoga geübt, Yogaklassen gestaltet, philosophiert, Anatomie studiert, meditiert und uns gegenseitig unterrichtet. Wir haben gelacht, geweint, gezweifelt, die Sterne gezählt und neuen Mut gefasst. Wir haben getanzt, gesurft, uns meditativ geschüttelt und dabei über die Verrücktheit der Welt gelacht.