April 2015


If Gandhi took a yoga class

Hach, wie schön! Und bald bin ich auch „a certified yoga instructor“.

Die Inder freuen sich bestimmt schon sehr auf meinen Besuch im Juli. Wird ja auch Zeit, dass denen endlich mal einer beibringt, wie eine anständige Yogastunde abzulaufen hat.

Viel Spaß mit dem Video.

Do good … because you can

 Seit zwei Wochen bin ich nun in Nicaragua und die vergangenen Tage platzen vor lauter Eindrücken geradezu aus den Nähten. Und das, obwohl zwischen Yoga, Anatomieunterricht, Philosophie, Freiwilligenarbeit und Selbststudium eigentlich nur noch Zeit zum Essen und Schlafen bleibt … na ja, und ab und zu vielleicht zum Surfen und Baden. Doch das ist natürlich Jammern auf extrem hohem Niveau. Wir leben hier im Paradies, doch die Armut ist omnipräsent. 

Dieser Weg wird kein leichter sein

… dieser Weg wird steinig und schwer.

Was Xavier Naidoo bereits vor einiger Zeit medienwirksam festgestellt hat, erfahre ich nun auch so langsam. Der Weg zur Erleuchtung ist natürlich kein gut beschilderter Trampelpfad, auf dem man einfach anderen folgt und dabei schon irgendwie sicher ans Ziel kommt. Vielmehr ist da gar kein Weg. Und die Beschilderung? Wenn überhaupt vorhanden, völlig verwirrend.  Seit einer Woche übe ich täglich mindestens vier Stunden Yoga. In der verbleibenden Zeit studieren wir Yoga-Philosophie und lesen die dazugehörigen wichtigsten Schriften. Theoretisch weiß ich jetzt, wonach ich überhaupt suche, wenn ich von Erleuchtung spreche. Jetzt muss ich nur noch begreifen, dass meine wahre Natur Liebe ist und ich nicht mein Ego, sondern eins mit dem Universum, dem wahren und unendlichen Bewusstsein, bin. Damit das Ganze nicht zu langweilig wird, haben die Vertreter der verschiedenen philosophischen Ansätze sich noch unterschiedlichste Wertesysteme, Verhaltensregeln und Herangehensweisen überlegt. Und wenn man sich doch mal aus Versehen in einem Aspekt einig war, hat man wenigstens noch unterschiedliche Begrifflichkeiten dafür entwickelt. Ach so, und das alles natürlich in Sanskrit. 

La Vida Nica

 Die Reise ins Paradies war lang, aber jetzt bin ich endlich hier. Blicke morgens um 05:00 Uhr hellwach von meinem Zimmmer auf das Meer und freue mich über den Sonnenaufgang, stehe nachts staunend unter der Milchstraße überwältigt vom Sternenhimmel und übe tagsüber Yoga mit wundervollen Menschen aus der ganzen Welt. Das Leben ist schön. 

Ich berichte euch ganz bald mehr. Hier gibt es nur sehr limitiert Telefonnetz und Internet, daher erstmal nur ein kurzes Lebenszeichen.

 

Zuversicht

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut das Schicksal doch für uns sorgt. Gestern zum Beispiel hat es mich zugegebenermaßen doch ein wenig Überwindung gekostet zum Yoga zu fahren. Das lag nicht zuletzt  daran, dass ich der plötzlich herrschenden Windstille nach Orkantief Niklas nicht so ganz über den Weg trauen wollte. Der Sturm hat in den letzten Tagen alles verweht und verwüstet, was nicht niet- und nagelfest war. Mich erwischte es ein Mal ganz klassisch auf dem Fahrrad und ein zweites Mal zuhause auf dem eigentlich sicheren Sofa, als Niklas plötzlich nicht mehr nur an den Baumwipfeln und Hausdächern zerrte, sondern es plötzlich auch auf meine Zuversicht und meinem Optimismus abgesehen hatte.

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