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Wald, Weitblick, Wandern, Wellness, Wein und … Erleuchtung?

Ziemlich genau vier Wochen vor Beginn meiner Maxi-Reise lies sich noch eine Mini-Reise in den schönen Harz unterbringen. Zusammen mit meiner Mutter und vier liebgewonnenen Freundinnen und deren Töchter, die wir allesamt während einer Yogareise nach Korfu kennengelernt haben, konnte ich hier in den luftigen Höhen des Ottofelsens noch einmal Weitblick gewinnen.

harz Die Erkenntnis: Es gibt wohl kaum etwas schöneres, als Zeit mit besonderen Menschen zu verbringen. Und als ob das noch nicht genug wäre, stellten sich darüber hinaus noch weitere Erkenntnisse ein, die da wären:

„Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.“ (Leonardo da Vinci)

Fliegen die Wochenendstunden sonst nur so an mir vorbei, weil Wochenende irgendwie auch Alltag geworden ist, wurde hier jede Minute gefüllt mit schönen Dingen: Wein und Wandern, Sekt und Wellness, Kultur und Kuchen, Bummeln, Shoppen, Quatschen, Philosophieren, Lachen, … Am Ende hat man das Gefühl, nicht nur ein Wochenende, sondern einen kleinen Urlaub miteinander verbracht zu haben.

„Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Das muss ich ja wohl nicht weiter kommentieren. Hinzu kommt, dass wir nicht nur guten, sondern geradezu großartigen Wein getrunken haben und das zusammen mit wundervollen Menschen in wundervoller, wenn auch teils widerspenstiger, Natur. Ich führe es übrigens in erster Linie auf den beflügelnden Einfluss des Weines zurück, dass wir unsere Wanderung trotz unvorhergesehener Schneewehen, eisiger Steilhänge, defekter Brücken, völlig widersprüchlicher Beschilderungen und mit geradezu lächerlicher Wanderausrüstung ohne Steißbeinprellungen, Zehamputationen oder sonstige Defekte überstanden haben.

„Es kann nichts schiefgehen. Das einzige, was passieren kann, ist, dass die Dinge einen anderen Verlauf nehmen als geplant.“ (Stephan Sarek, dt. Schriftsteller)

Und genau das war unsere Einstellung, die unter anderem dazu führte, dass wir ohne Reservierung einen Tisch in einem Restaurant bekamen, das eigentlich auf Wochen im Voraus ausgebucht war und zufällig unsere Wanderung genau so beendeten, dass wir pünktlich auf die Minute den letzten Bus zurück in die Zivilisation erreichten. Und das ganz ohne uns zu stressen, uns zu sorgen oder etwas vorab zu organisieren. Von Erleuchtung kann wahrscheinlich nicht wirklich die Rede sein. Aber die Anzahl der Erkenntnisse in Relation zur aufgewendeten Zeit und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Harz an sich nicht unbedingt für seine Spiritualität bekannt ist (abgesehen vielleicht von der Walpurisnacht) , lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Chancen auf Erleuchtung während einer Yoga-Weltreise gar nicht mal so schlecht stehen. Aber wer weiß das schon. Was mich wieder zurückbringt zu der Erkenntnis, dass eigentlich gar nichts schief gehen kann, sofern man offen bleibt, für unvorhergesehene Wandlungen und alles, was das Leben eben so für einen bereit hält. Danke für die tolle Zeit an Susanne, Regina, Katja, Corinna, Nora, Karin und Indira. Bis bald am schönen Edersee!

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