März 2015


Abschied nehmen und alte Zöpfe abschneiden

schaukel

Diese Woche ist geprägt von Abschieden. Einige liegen schon hinter mir, einige noch vor mir. Auffällig ist, dass mir keiner der bisherigen Abschiede wirklich schwergefallen ist oder mich wirklich traurig gestimmt hätte. Natürlich ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, die ich vermissen und Momente, die ich verpassen werde. Allerdings überwiegt dennoch eindeutig das Gefühl der Vorfreude und Abenteuerlust. Also nichts mit sentimentalen Abschiedstränchen, dramatischen Abschiedsszenen und triefenden Taschentüchern (fänd ich ja schon fast wieder cool).

Das Dilemma mit dem One-Way Ticket. oder: … und dann kam Hanna.

Ich gebe zu, ich fühlte mich schon ganz schön abgebrüht, als ich meinen Flug nach Nicaragua gebucht habe und auf die Frage nach dem Rückflugdatum in lässiger Indiana Jones Manier „One-Way – ich brauche keinen Rückflug.“ geantwortet habe. Die Reiseverkehrskauffrau machte große Augen. Was ich, benebelt von meiner eigenen Coolness, in diesem Moment als bewundernde Anerkennung interpretierte, war wahrscheinlich eher deren erfahrungsbedingte Vorahnung, dass ich das womöglich noch bereuen würde. Und, ähh, so kam es natürlich auch irgendwie.

reisefuehrer

Mit dem Fernweh ist das so eine Sache …

camping

Ich bin schon immer gern gereist. Die schönsten Erinnerungen an meine Kindheit sind die wochenlangen Reisen in einem alten Camper nach Griechenland und die Kanu-Ausflüge mit meinem Opa und meinem Bruder. Später kamen dann die ersten Fernreisen nach Brasilien, China und Mexiko. Aber auch die letzten Campingurlaube mit dem VW-Bulli in Schweden, Norwegen und Frankreich waren etwas ganz besonderes. Fernweh war schon immer da und ist immer da. Mal ist es stärker, mal eher unterschwellig. Woher es tatsächlich kommt, kann ich nur vermuten.

Metamorphose zum Backpacker

mexiko Vor nicht allzu langer Zeit lachte ich noch lauthals mit, als mein Bruder meinte: „Treckinghose mit Reißverschluss-Hosenbein?! Stempel dir doch gleich TOURIST auf die Stirn und häng dir am besten noch ein Brustbeutelchen um.“ Heute bin ich stolze und vor allem überzeugte Besitzerin einer solchen Hose. Und damit nicht genug. Ich scheine eine Art Metamorphose zum Backpacker zu durchlaufen und tausche Fashion gegen Funktionalität. Was zählt ist nicht mehr wie es aussieht, sondern wie viel es wiegt, ob es Schmutzabweisend ist, schnell trocknet und auch die gutgemeinten Bemühungen einer indischen Handwäsche im Ganges übersteht.

Wald, Weitblick, Wandern, Wellness, Wein und … Erleuchtung?

Ziemlich genau vier Wochen vor Beginn meiner Maxi-Reise lies sich noch eine Mini-Reise in den schönen Harz unterbringen. Zusammen mit meiner Mutter und vier liebgewonnenen Freundinnen und deren Töchter, die wir allesamt während einer Yogareise nach Korfu kennengelernt haben, konnte ich hier in den luftigen Höhen des Ottofelsens noch einmal Weitblick gewinnen.

harz

„Don’t panic!“ oder: Von der Kunst die Nerven zu bewahren

Still in Hamburg – still alive and kicking. Gestern allerdings ist mir zum ersten Mal aufgefallen, das die Vorbereitungsphase eines solchen Reisevorhabens tatsächlich enorme Stimmungsschwankungen birgt. Und gestern war definitiv ein absoluter Höhepunkt – im positiven Sinne.

le_gurp

Ommmmmmm my god …

Jetzt wird es langsam ernst. Vor mir liegt eine sechsmonatige Yoga-Weltreise. In genau 5 Wochen geht es los. Ziel ist die Erleuchtung. Kann ja so schwer nicht zu finden sein. Und sollte sich das doch komplizierter gestalten (wovon ich derzeit icht ausgehe), tun es für den Anfang auch Freiheit, Abenteuer, Spaß, Sonnestrandundmeer und jede Menge Yoga. Ich bin da also durchaus in Maßen kompromissbereit.