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Bergauf. Oder: Von Theorie und Praxis, Hinkelsteinen, großen Prüfungen, schönen Blumen und vom Laufen.

Ich liege auf dem Bett. Auf dem Rücken. Auf meinem dritten Augen liegt ein Rosenquarz, den eine sehr gute Freundin mir geschenkt hat. Der kleine Stein gibt alles, ist aber eben nur ein kleiner Stein und offenbar überfordert angesichts der Dunkelheit in meinem Körper, derer er sich annehmen soll. Ich denke: „Ein hinkelsteingroßer Heilstein wäre jetzt was, sozusagen ein Obelix-Rosenquarz.“ Theoretisch eine Vorstellung, die mich kurz lächeln lässt. Praktisch? Schwierig. Würde ich mit einem zentnerschweren Heilstein auf der Stirn überhaupt noch lächeln können, würde es zumindest niemand mehr sehen. Das wäre schade.

Herbstwimpern

September. Ein neuer Mond. Eine neue Jahreszeit. Ich fühle mich nicht sehr neu. Denn das, was zu Ende gehen soll, ist noch da. Das, was bleiben soll, ist fort. Mit dem Herbstlaub fallen auch meine Wimpern. Ich sammle sie von meinem Frühstücksteller und frage mich, ob sie Wünsche erfüllen können, wenn ich sie von meinen Fingern puste. Dann hätte ich viele Wünsche frei.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter? Oder: Ishvara Pranidhana

Im Leben findet man sich ja immer mal in Situationen wieder, die einen überfordern – auf die ein oder andere Weise. Mich bringt zum Beispiel im Grunde jede Reise mit der Deutschen Bahn an die Grenzen meiner Belastbarkeit und bisweilen auch darüber hinaus. Da vergesse ich mein Yoga und übergebe die Steuerung an sehr dunkle Anteile meiner Seele, um angesichts der verheerenden Kombination aus Inkompetenz, Unfreundlichkeit und Willkür ohne posttraumatische Belastungsstörung irgendwie, irgendwo und irgendwann anzukommen.

Von einer, die auszog, eine Wohnung zu finden und sich selbst fand

Ich bin gerade auf Wohnungssuche. In Hamburg. Als Selbständige. Würde ich mich mit der Lösung des Hamiltonkreisproblems oder der Quadratur des Kreises befassen (Mathe Prüfungsfach, 1 Punkt) hätte das ungefähr genauso viel Aussicht auf Erfolg. Daher wäre ich auch schon für ein bezahlbares WG-Zimmer mit mehr als sieben Quadratmetern und ohne Schimmelpilz an den sich langsam ablösenden Tapeten sehr dankbar.

Einmal Sorgenfrei to go, bitte. Eine Expedition zu den verflixten Gründen unserer Angst

So viele Entscheidungen. So viele Optionen. So viele Konsequenzen. So viel Unsicherheit. So viel Angst. Je mehr wir uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, desto mehr hinterfragen wir die Strukturen, in denen wir uns bewegen und finden uns in Situationen wieder, die große Entscheidungen von uns verlangen und nicht selten auch einen Richtungswechsel und einschneidende Veränderungen bedeuten. Und Veränderungen konfrontieren uns immer auch mit unseren großen und kleinen Ängsten.

Vom Suchen und Finden und was das mit Yoga zu tun hat

Ich bin eine Suchende. Rastlos. Ratlos. Kaum bin ich da, bin ich auch schon wieder weg. Du denkst mich zu kennen, da gebe ich mich schon wieder voller Hingabe dem nächsten Lebenswandel hin. Ich suche … das Glück, die Erfüllung, Zufriedenheit, Bedeutung, Antworten, eine Heimat. Ich suche in fernen Ländern, auf Reisen, in Jobs, Beziehungen und in der Meditation. Ich suche in Büchern, Lebensmodellen, der Astrologie, der Philosophie, in der Natur und im Yoga. Ich suche. Immer. Überall. Das ist furchtbar anstrengend und furchtbar schön. Vieles habe ich schon gefunden und vieles losgelassen. Die Idee stehenzubleiben macht mir Angst. Manchmal wird mir ganz schwindelig von dieser Suche und manchmal schwebe ich wie auf Wolken. Manchmal bin ich voller Zuversicht und manchmal zutiefst hoffnungslos. Manchmal denke ich, ich suche, weil ich nun mal eine Suchende bin und schon immer war, dass es gar nicht darum geht, etwas zu finden. Und manchmal denke ich, ich bin eine Suchende, weil ich suche, weil etwas fehlt, das ich irgendwann verloren habe.

Sich selbst suchen und Freiheit finden. Oder: Was ist schon ein Jahr?

Und zack, da isses – 2017. Vor uns liegt ein ganzes neues Jahr voller Möglichkeiten und Chancen, ein unbeschriebenes Blatt, das wir mit unseren Ideen und Träumen füllen können. In der Luft liegt der Zauber eines Neuanfangs und auch unsere Energie kehrt langsam aber sicher wieder zurück, zusammen mit den wieder länger werdenden Tagen.

Das Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit zum Jahresbeginn scheint uns aber nicht nur zu beflügeln, sondern auch ein wenig zu irritieren. Noch leicht benebelt vom Qualm der Silvesterböller und irgendwie ein wenig ratlos, was den nun mit diesen 365 Tagen sinnvolles anzufangen sei, tun wir einfach erstmal das, was wir immer tun: Wir schmieden einen Plan. Denn dieses Jahr kann ja nicht einfach so ziellos vor sich hinplätschern, ohne roten Faden und ohne ein klares Ziel vor Augen.

Der Grinch lässt grüßen. Von Dunkelheit und Licht zur Weihnachtszeit

Ach ja, es weihnachtet sehr. Immer mehr Fenster werden mit kitschigen Blinklichtern und Weihnachtssternen dekoriert und an jeder Ecke sprießen die Weihnachtsmärkte wie Pilze aus dem Boden, vernebeln die Luft mit einer Mischung aus gebrannten Mandeln, Bratwurst und Oh Tannenbaum. Im Fernsehen werden wir in den Werbepausen penetrant mit den absurdesten Geschenkideen bombardiert, bis wir irgendwann selbst glauben, eine elektrische Zahnbürste sei definitiv der Schlüssel zum Glück unserer Liebsten, mit denen wir derweil an einem organisatorischen Masterplan zum Besuch sämtlicher Familienmitglieder während der Weihnachtsfeiertage feilen, während wir nebenbei noch ein Dutzend Projekte mit Termindruck im Job zu Ende bringen. Es werden erste Pläne für Silvester geschmiedet, wo wir dann bitteschön trotz der 15 Raclette-Pfännchen in unserem Bauch und der lähmenden Trägheit als Souvenir der bratengeschwängerten Feiertage auf Knopfdruck ausgelassen und losgelöst feiern sollen und möglichst bloß nicht hinterfragen, was eigentlich.

Bye Bye, Novemberblues – So bringst du Licht in die dunkle Jahreszeit

Und plötzlich ist November – Nebelschwaden, Nieselregen, Dämmerlicht. War das nicht erst gestern, als uns im Freibad die Sonne auf den Bauch schien und wir im Biergarten den Sommer und das Leben gefeiert haben? Als wir getragen von der Euphorie des Sommers bis spät in der Nacht die Sterne am klaren Himmel gezählt und den Sternschnuppen unsere Wünsche mitgegeben haben? Als es sich ganz natürlich angefühlt hat, frei und weit zu denken, weil wir Freiheit und Weite mit jedem Atemzug aufgenommen haben?

Yoga in vollen Zügen genießen. Oder: wie du rausfindest, ob dein Yoga funktioniert

Neulich habe ich ein schlaues Zitat gelesen: „The universe only gives you what you can handle.“

Wenn dem tatsächlich so ist, hält mich das Universum offenbar für Chuck Norris’ kleine Schwester. Oder es hat womöglich selbst unterschätzt, welche Strapazen mit einer Bahnfahrt einhergehen können. Kann sich auch das Universum irren? Rückblickend muss ich jedenfalls sagen, dass mich diese Erfahrung viel gelehrt hat – über mich, mein Yoga, Meditation, Menschen im Allgemeinen und die Abgründe des menschlichen Seins im Speziellen. Und das kam so …

Von großen Träumen, kleinen Wundern und Avocado Toast

Wovon träumst du? Also, wovon träumst du wirklich? Was ist deine Vision, wenn du deine Logik mal außen vor lässt, deinen Erfahrungsschatz ignorierst, zum hoffnungslosen Optimisten wirst, dein Herz sprechen lässt und groß denkst – richtig groß? In einer Welt, in der alles möglich ist, in der du alles verwirklichen kannst, wie sieht da dein Leben aus?

Die Sache mit Yin und Yang. Oder: Mein Leben zwischen „Hari Om“ und „Mahlzeit“

Ich wollte immer schon weg. Jetzt bin ich wieder da. Fast ein Jahr ist vergangen, seit ich von diesem völlig verrückten Trip durch Mittelamerika, Südostasien, Indien und Marokko zurückgekehrt bin. Verreisen ist leicht. Zurückkehren ist schwer. Denn wie sagte schon Peter Fox: „Mein altes Leben schmeckt wie’n labbriger Toast.“

Back to reality. Oder: Wie aus yogaworldtravel New Moon Yoga wurde

Kommt das nur mir so vor oder dreht der Planet sich auf einmal irgendwie schneller, auf einer anderen Umlaufbahn … in einer anderen Galaxis? Seit Oktober bin ich zurück von meiner Weltreise und mein Handtuch hängt wieder an Ort und Stelle – im heimischen Badezimmer. Doch seitdem hat sich so viel verändert. Eigentlich alles. Oder hab nur ich mich verändert?

Ich bin wieder da

… und habe einen Flug in Reihe 13 überlebt, die es normalerweise gar nicht gibt. Jetzt ist es also offiziell – ich bin ein kosmisches Kind und stehe unter dem Schutz des Universums.

Danke


Nachdem ich nun zwei Tage ausgiebig in Selbstmitleid ob meiner unausweichlichen Rückkehr nach Deutschland gebadet habe und die Melancholie selbst vor meiner Yogamatte nicht halt gemacht hat, ist mir dann heute doch mal bewusst geworden, dass man seine letzten Reisemomente auch durchaus sinnvoller verbringen kann. Ja, bisschen spät, ich weiß. Aber wenn einen das olle Selbstmitleid erstmal gepackt hat, stopft es einem ganz schnell den Kopf mit Trauerwatte aus, damit man ja nicht auf die Idee kommt, sich womöglich daran zu erinnern, dass es ja eventuell auch den ein oder anderen winzig kleinen Grund geben könnte, ein glücklicher und dankbarer Mensch zu sein anstatt ein Häufchen Elend im Orient.

Going home 

Vor der Reise war ich ein bisschen nervös und aufgeregt, in erster Linie aber neugierig auf alles, was vor mir lag. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Hätte mir das Reiseleben nicht gefallen, wäre ich eben einfach wieder umgekehrt. Alle Abschiede waren auf sechs Monate begrenzt, kein Grund also für dramatische Abschiedsszenen oder Heimweh.

„Ich hab die ganze Welt gesehen …

… von Singapur bis Aberdeen, wenn du mich fragst, wo’s am schönsten war, sag ich …“ na, jedenfalls nicht Sansibar! (Achim Reichel, Aloha Heja He)

Stay wild moon child

Und wieder bin ich am Flughafen. Es ist mein Abschied von Indien. Und es ist Vollmond. Sonne und Mond stehen sich also genau gegenüber … und wir stehen dazwischen und bewundern diese riesige, geheimnisvoll leuchtende Kugel am Himmel.

Hey, ab in den Süden! Oder: Ein bisschen Frieden


Indien ist wunderschön, aber hier und da auch ein klitzekleines bisschen, na sagen wir mal, anstrengend. Ganz Indien? Nein! Im tiefen Süden, jenseits des Großstadtchaos von Delhi oder Mumbai, in Kerala, da ist es nicht im geringsten anstrengend, sondern ausschließlich wunderschön.

Happy Yoga Reunion in Delhi

Ich nehme an, die Lungen eines jahrzehntelangen Kettenrauchers lassen sich durchaus mit denen eines Tagestouristen in Delhi vergleichen, auch wenn dieser sein Leben bislang gesund und rauchfrei in kristallklarer Bergluft verbracht hat.

This is done. Und natürlich: Neumond

„This is done.“ Mit diesem Satz pflegte unser Hatha Yogalehrer und Drill Instructor Narinda unsere 216 Aufwärm-Sonnengrüße, unterbrochen lediglich von 25 Up Dog zu Down Dog, zu beenden. Mit unbewegter Mine, völlig unbeeindruckt angesichts der schweißüberströmten, dampfenden Körper und hochroten Gesichter, die ihm da keuchend gegenüberstanden und verzweifelt versuchten langsam wieder die Atmung zu regulieren. Nach 300 Stunden Hatha, Ashtanga, Philosophie, Meditation, Pranayama und Shatkarma in Rishikesh, am Fuße des Himalaya, stets begleitet vom Rauschen des Ganges, kann ich jetzt auch sagen. „This is done.“ Und das fühlt sich verdammt gut an.

Gefunden: ungenutzter Raum im Kopf


Kaum zu fassen, wie die Zeit verfliegt. Ich stecke mitten in der Prüfungsphase für die Yogalehrerausbildung. Deshalb ist es auch ein bisschen ruhig um mich geworden. Ich wälze meine Bücher, singe permanent zur besseren Einprägung leise die wichtigsten Mantras vor mich hin, verbiege meinen Körper in alle möglichen und unmöglichen Richtungen, lerne Sanskrit und die abgefahrensten Methoden, um Körper und Geist zu reinigen, ich atme, meditiere, denke, hinterfrage, lese …

Holy Cow. Oder: Ein Aufruf zum Kühestreicheln

 
Dies ist ein Aufruf. Leute, geht Kühe streicheln! Wer jetzt denkt, Indien und die vielen Yogastunden würden mir langsam zu Kopf steigen, dem muss ich an dieser Stelle sagen: Genau so ist es. Auf jeden Fall merke ich, dass dieses Land mein Herz immer mehr öffnet, da ist dann eben auch mehr Platz für Kuhliebe.

Alles, worauf es im Leben ankommt, kann ich von meinem Hund lernen

Die erste Woche der Yogalehrer Ausbildung ist um und heute haben wir einen freien Tag. Wie nicht anders zu erwarten, war ich trotzdem um 06:00 Uhr hellwach. Da das Leben in Rishikesh aber erst so gegen 10:00 Uhr beginnt, hatte ich ein bisschen Zeit die Woche gedanklich zu verarbeiten.

Swami liebt dich


Die Yogalehrer Ausbildung beginnt. 60 Yogis aus aller Welt sitzen aufgeregt auf ihren Meditationskissen im großen Yoga Saal und bestaunen unseren Swami Sudhiranand bei der Durchführung des traditionellen Feuerrituals. Ganz schön erleuchtet sieht er aus. Nehme mir vor ihn bei Gelegenheit zu fragen, wie er das hinbekommen hat. Vielleicht sollte ich mir auch so ein oranges Gewand zulegen (kann man hier überall kaufen). Das steigert zumindest den optischen Erleuchtungswert ungemein. Kann ja nicht schaden.

Delhi Belly in Rishikesh

Während der ersten zwei Tage in Indien glaubte ich noch ganz im Ernst an die Möglichkeit vom berühmt-berüchtigten Delhi Belly verschont zu bleiben, einer heftigen Magen-Darm Infektion, meist ausgelöst durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel, die sich so ziemlich jeder Indien-Reisende, und sei er noch so vorsichtig, früher oder später einfängt. Schließlich hatte ich es ja auch ohne Magenprobleme durch Zentralamerika und Südostasien geschafft und das, obwohl ich meist Leitungswasser getrunken habe und auch keine ausgeprägte Paranoia gegenüber Salat, aufgeschnittenen Früchten und Eiswürfeln entwickelt hatte.

Mother India


Ich ahnte wohl, dass Indien noch mal eine ganz andere Nummer werden würde, aber so wirklich vorstellen kann man sich den Erstkontakt ja nicht. Ich bin tatsächlich sehr froh, dass ich schon eine Weile unterwegs bin und Mother India mich nicht völlig unvorbereitet in ihre Arme geschlossen hat. Und trotzdem hat mich diese Begegnung erstmal umgehauen.

Im Yoga-Dschungel. Oder: von der praktischen Anwendbarkeit schlauer Yoga-Weisheiten

Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, denn womöglich werden sie dir erfüllt. Genau das ist mir widerfahren. Ich wollte Abenteuer – das Universum gab mir Thailand. Aber von Anfang an …  

Allein auf Reisen

 In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht, ob und wie mich das Alleinreisen verändert hat und ob und wie sich diese Veränderungen auf mein Leben nach der Reise auswirken werden. Und da mein malaysischer Wahrsager mir dazu geraten hat, meine Gedanken aufzuschreiben, komme ich diesem Rat nun mach. Ich will ja meinem Glück nicht im Wege stehen.

Halbzeit in Malaysia

 Kaum zu glauben. Ich bin schon drei Monate unterwegs. Es ist also Halbzeit. Mittlerweile bin ich wohl, was man in Backpacker Fachkreisen einen Experienced Traveler nennt – so richtig warmgelaufen halt. Aufgeschlossen, abgebrüht, unerschrocken und kaum aus der Ruhe zu bringen. Und ich bin in Malaysia.

Singapur – ein Ort, der Fragen aufwirft

Singapur ist sehr, sehr merkwürdig. Während der Rest Südostasiens sich dem perfektionierten Chaos hingegeben hat, herrscht hier Zucht, Ordnung, Sauberkeit und grenzenloser Reichtum. Da stellen sich mir spontan drei Fragen.

Bye bye Philippines 

  Etliche Stunden habe ich an deinen Flughäfen verbracht, in Bussen und Taxen, die deinem chaotischen Verkehr zum Opfer gefallen sind. So viele Meilen mit Booten und Fähren zurückgelegt. So viele Stunden lag ich an deinen atemberaubenden Stränden und badete im türkisblauen Meer, das sogar mich zum Schnorcheln animiert hat. So viele nette Menschen habe ich hier getroffen und so viel Gastfreundschaft erfahren. Und so viele Fragen beantwortet. Mittlerweile weiß glaube ich jeder Starbucks Mitarbeiter auf den Philippinen wie ich heiße, woher ich komme, wie alt ich bin, wo ich schon überall war und wo ich es am schönsten fand. Na hier natürlich! Von deinen 7.107 Inseln habe ich gerade mal 4 gesehen. Ich werde also wiederkommen. Definitiv!

Aber jetzt geht die Erleuchtungssuche erstmal in Singapur weiter. Ich bin gespannt. Es gibt dort einen Stadteil namens Little India. Vielleicht eine gute Vorbereitung auf das echte India? Mal sehen …

El Nido Coconut Girl

Oh, du schön-schreckliches El Nido. Dieser wuselige, kleine, aufgeregte Ort, der sich wie ein Nest (span. nido) in die tiefen Felsspalten Palawans schmiegt. Nirgends fahren mehr Tricycles, nirgends wird mehr gehupt, nirgends hat es sich trotz Nebensaison bislang so touristisch angefühlt … und nirgends ist das Paradies so nah – nur eine kurze Bootsfahrt entfernt.

New moon island hopping und die fünf Elemente

Nach drei Tagen Robinson Crusoe Feeling auf Bantayan ging es zurück nach Cebu City. Und ich weiß nicht, ob ich einfach einen Ausgleich zu den menschenleeren Stränden und der Abgeschiedenheit Bantayans brauchte oder ob ich mich absurder Weise tatsächlich ein bisschen in Cebu verliebt habe. Der Verkehr ist höllisch, es ist laut, chaotisch, arm, reich, dreckig und völlig verrückt. Aber als ich am Abend von meinem Hotelbalkon im 33. Stock über die Lichter der Stadt geblickt habe, wusste ich, dass ich wiederkommen werde. Manchmal weiß man sowas ja einfach.

Uuuuuuund … ACTION! 

Oh, das waren so schöne erste Tage auf den Philippinen. Am Flughafen in Cebu hat Dodo, seines Zeichens weltbester Taxifahrer des Inselarchipels, mich eingesammelt. Natürlich stilecht mit Abholschild.

Was für ein toller Empfang! Dann ging es wild hupend auf der Überholspur auf nach Moalboal.

Hooray for today – endlich auf den Philippinen

Meine Güte, war das ein Trip. Aber jetzt bin ich endlich auf den Philippinen. Mein Rucksack leider nicht. Den habe ich in Atlanta einer Security-Angestellten zugeschmissen. Die hat gesehen, wie ich wie eine Irre gerannt bin, um trotz Verspätung  noch meinen Anschlussflug nach Detroit zu bekommen, und schrie mir schon von weitem entgegen „Give me your backpack, sweetheart!“ Na ja, mir hat das die entscheidenden fünf Minuten verschafft, um den Flieger noch zu erreichen. Der Rucksack hingegen hatte weniger Glück und musste in Atlanta übernachten. Das Gepäckband war wohl langsamer als ich.

Ein Abschied

Mach’s gut, Zentralamerika. Schön war’s. Wunderschön sogar. Aber jetzt ist deine Seite im Pass voll, also Zeit umzublättern. 

Vor mir liegt eine knapp 40-stündige Reise nach Manila bzw. Cebu. Das Kindle ist mit schönen Büchern und Reiseführern gefüllt, der iPod randvoll mit toller Musik und das Nackenkissen immer griffbereit. Es kann losgehen. Auf zu neuen Abenteuern!  Ich freue mich. 

San José > Atlanta > Detroit > Tokyo > Manila > Cebu

 

Oh, wie schön ist Panama!

  … und es riecht tatsächlich von oben bis unten nach Bananen.

In Sámara, Costa Rica dachte ich ja eigentlich schon, dass es besser gar nicht werden könnte. Aber was soll ich sagen: Kaum habe ich die Grenze zu Panama überquert – eine rostige, morsche und angsteinflößende Brückenkonstruktion, die ihre besten Jahre definitiv hinter sich hat – bin ich total verliebt in Panama.

Hauptstadt-Blues

Gestern noch Friede-Freude-Eierkuchen in Sámara, heute Asphaltlabyrinth und Nieselregen in Costa Ricas Hauptstadt San José.

Ich gebe zu, eine echte Chance mich von seiner eventuell verborgenen Schönheit zu überzeugen gebe ich dieser Stadt nicht. Ich bleibe genau eine Nacht bevor es morgen weiter nach Panama geht. Aber das reicht mir auch. Wir hatten auch einfach keinen guten Start, San José und ich.

Pura Vida – die neue Langsamkeit

Das hat mich doch sehr zum Schmunzeln gebracht. Kaum akzeptiere ich die kreischenden Neon-Amis in Costa Rica als Teil meiner Erleuchtungsmission und höre auf zu schmollen, schickt das Universum mir die tollsten Reisefreunde und die nächste Erleuchtung. 

Costa Ricas grüne Berge

Gute Nachrichten: Ich fühle mich nicht mehr einsam, sondern genieße das Alleinsein. Das liegt allerdings in erster Linie daran, dass hier in Costa Rica hauptsächlich Amis unterwegs sind, die sich mit Vorliebe zu Gruppen von mindestens fünf grölenden Rollkoffer-Touris mit wahlweise Neon-Muskelshirts oder Neon-Hotpants zusammenschließen und völlig entrüstet gucken, wenn ein Straßenverkäufer ihre Muttersprache womöglich nicht ganz akzentfrei spricht.

Neumond – neue Abenteuer

Nach sechs aufregenden und wunderschönen Wochen in Nicaragua bin ich heute in Costa Rica angekommen. Und ich bin allein. Denn nach zwei gemeinsamen Reisewochen, diversen Mutproben, Dschungelprüfungen und einer Nahtoderfahrung befand Katja mich letztendlich für reisetauglich, setze mich heute Morgen in ein Taxi Richtung Busbahnhof in Managua und nahm selbst den nächsten Flieger Richtung Heimat. Meine Tränchen konnten ihr Abenteurerherz nicht erweichen. Und das ist auch gut so. Denn es ist Neumond. Das heißt, ein neuer Abschnitt beginnt und neue Abenteuer warten. Neue Wege wollen gegangen, neue Menschen kennengelernt, neue Berge bezwungen und neue Länder bereist werden.

Ein neues Kapitel

Wie schnell ist denn bitte der erste Monat meiner Reise vergangen?! Vier intensive und schöne Wochen im Coco Loco Resort sind vorüber. Wir haben Yoga geübt, Yogaklassen gestaltet, philosophiert, Anatomie studiert, meditiert und uns gegenseitig unterrichtet. Wir haben gelacht, geweint, gezweifelt, die Sterne gezählt und neuen Mut gefasst. Wir haben getanzt, gesurft, uns meditativ geschüttelt und dabei über die Verrücktheit der Welt gelacht.

If Gandhi took a yoga class

Hach, wie schön! Und bald bin ich auch „a certified yoga instructor“.

Die Inder freuen sich bestimmt schon sehr auf meinen Besuch im Juli. Wird ja auch Zeit, dass denen endlich mal einer beibringt, wie eine anständige Yogastunde abzulaufen hat.

Viel Spaß mit dem Video.

Do good … because you can

 Seit zwei Wochen bin ich nun in Nicaragua und die vergangenen Tage platzen vor lauter Eindrücken geradezu aus den Nähten. Und das, obwohl zwischen Yoga, Anatomieunterricht, Philosophie, Freiwilligenarbeit und Selbststudium eigentlich nur noch Zeit zum Essen und Schlafen bleibt … na ja, und ab und zu vielleicht zum Surfen und Baden. Doch das ist natürlich Jammern auf extrem hohem Niveau. Wir leben hier im Paradies, doch die Armut ist omnipräsent. 

Dieser Weg wird kein leichter sein

… dieser Weg wird steinig und schwer.

Was Xavier Naidoo bereits vor einiger Zeit medienwirksam festgestellt hat, erfahre ich nun auch so langsam. Der Weg zur Erleuchtung ist natürlich kein gut beschilderter Trampelpfad, auf dem man einfach anderen folgt und dabei schon irgendwie sicher ans Ziel kommt. Vielmehr ist da gar kein Weg. Und die Beschilderung? Wenn überhaupt vorhanden, völlig verwirrend.  Seit einer Woche übe ich täglich mindestens vier Stunden Yoga. In der verbleibenden Zeit studieren wir Yoga-Philosophie und lesen die dazugehörigen wichtigsten Schriften. Theoretisch weiß ich jetzt, wonach ich überhaupt suche, wenn ich von Erleuchtung spreche. Jetzt muss ich nur noch begreifen, dass meine wahre Natur Liebe ist und ich nicht mein Ego, sondern eins mit dem Universum, dem wahren und unendlichen Bewusstsein, bin. Damit das Ganze nicht zu langweilig wird, haben die Vertreter der verschiedenen philosophischen Ansätze sich noch unterschiedlichste Wertesysteme, Verhaltensregeln und Herangehensweisen überlegt. Und wenn man sich doch mal aus Versehen in einem Aspekt einig war, hat man wenigstens noch unterschiedliche Begrifflichkeiten dafür entwickelt. Ach so, und das alles natürlich in Sanskrit. 

La Vida Nica

 Die Reise ins Paradies war lang, aber jetzt bin ich endlich hier. Blicke morgens um 05:00 Uhr hellwach von meinem Zimmmer auf das Meer und freue mich über den Sonnenaufgang, stehe nachts staunend unter der Milchstraße überwältigt vom Sternenhimmel und übe tagsüber Yoga mit wundervollen Menschen aus der ganzen Welt. Das Leben ist schön. 

Ich berichte euch ganz bald mehr. Hier gibt es nur sehr limitiert Telefonnetz und Internet, daher erstmal nur ein kurzes Lebenszeichen.

 

Zuversicht

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut das Schicksal doch für uns sorgt. Gestern zum Beispiel hat es mich zugegebenermaßen doch ein wenig Überwindung gekostet zum Yoga zu fahren. Das lag nicht zuletzt  daran, dass ich der plötzlich herrschenden Windstille nach Orkantief Niklas nicht so ganz über den Weg trauen wollte. Der Sturm hat in den letzten Tagen alles verweht und verwüstet, was nicht niet- und nagelfest war. Mich erwischte es ein Mal ganz klassisch auf dem Fahrrad und ein zweites Mal zuhause auf dem eigentlich sicheren Sofa, als Niklas plötzlich nicht mehr nur an den Baumwipfeln und Hausdächern zerrte, sondern es plötzlich auch auf meine Zuversicht und meinem Optimismus abgesehen hatte.

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Abschied nehmen und alte Zöpfe abschneiden

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Diese Woche ist geprägt von Abschieden. Einige liegen schon hinter mir, einige noch vor mir. Auffällig ist, dass mir keiner der bisherigen Abschiede wirklich schwergefallen ist oder mich wirklich traurig gestimmt hätte. Natürlich ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, die ich vermissen und Momente, die ich verpassen werde. Allerdings überwiegt dennoch eindeutig das Gefühl der Vorfreude und Abenteuerlust. Also nichts mit sentimentalen Abschiedstränchen, dramatischen Abschiedsszenen und triefenden Taschentüchern (fänd ich ja schon fast wieder cool).

Das Dilemma mit dem One-Way Ticket. oder: … und dann kam Hanna.

Ich gebe zu, ich fühlte mich schon ganz schön abgebrüht, als ich meinen Flug nach Nicaragua gebucht habe und auf die Frage nach dem Rückflugdatum in lässiger Indiana Jones Manier „One-Way – ich brauche keinen Rückflug.“ geantwortet habe. Die Reiseverkehrskauffrau machte große Augen. Was ich, benebelt von meiner eigenen Coolness, in diesem Moment als bewundernde Anerkennung interpretierte, war wahrscheinlich eher deren erfahrungsbedingte Vorahnung, dass ich das womöglich noch bereuen würde. Und, ähh, so kam es natürlich auch irgendwie.

reisefuehrer

Mit dem Fernweh ist das so eine Sache …

camping

Ich bin schon immer gern gereist. Die schönsten Erinnerungen an meine Kindheit sind die wochenlangen Reisen in einem alten Camper nach Griechenland und die Kanu-Ausflüge mit meinem Opa und meinem Bruder. Später kamen dann die ersten Fernreisen nach Brasilien, China und Mexiko. Aber auch die letzten Campingurlaube mit dem VW-Bulli in Schweden, Norwegen und Frankreich waren etwas ganz besonderes. Fernweh war schon immer da und ist immer da. Mal ist es stärker, mal eher unterschwellig. Woher es tatsächlich kommt, kann ich nur vermuten.

Metamorphose zum Backpacker

mexiko Vor nicht allzu langer Zeit lachte ich noch lauthals mit, als mein Bruder meinte: „Treckinghose mit Reißverschluss-Hosenbein?! Stempel dir doch gleich TOURIST auf die Stirn und häng dir am besten noch ein Brustbeutelchen um.“ Heute bin ich stolze und vor allem überzeugte Besitzerin einer solchen Hose. Und damit nicht genug. Ich scheine eine Art Metamorphose zum Backpacker zu durchlaufen und tausche Fashion gegen Funktionalität. Was zählt ist nicht mehr wie es aussieht, sondern wie viel es wiegt, ob es Schmutzabweisend ist, schnell trocknet und auch die gutgemeinten Bemühungen einer indischen Handwäsche im Ganges übersteht.

Wald, Weitblick, Wandern, Wellness, Wein und … Erleuchtung?

Ziemlich genau vier Wochen vor Beginn meiner Maxi-Reise lies sich noch eine Mini-Reise in den schönen Harz unterbringen. Zusammen mit meiner Mutter und vier liebgewonnenen Freundinnen und deren Töchter, die wir allesamt während einer Yogareise nach Korfu kennengelernt haben, konnte ich hier in den luftigen Höhen des Ottofelsens noch einmal Weitblick gewinnen.

harz

„Don’t panic!“ oder: Von der Kunst die Nerven zu bewahren

Still in Hamburg – still alive and kicking. Gestern allerdings ist mir zum ersten Mal aufgefallen, das die Vorbereitungsphase eines solchen Reisevorhabens tatsächlich enorme Stimmungsschwankungen birgt. Und gestern war definitiv ein absoluter Höhepunkt – im positiven Sinne.

le_gurp

Ommmmmmm my god …

Jetzt wird es langsam ernst. Vor mir liegt eine sechsmonatige Yoga-Weltreise. In genau 5 Wochen geht es los. Ziel ist die Erleuchtung. Kann ja so schwer nicht zu finden sein. Und sollte sich das doch komplizierter gestalten (wovon ich derzeit icht ausgehe), tun es für den Anfang auch Freiheit, Abenteuer, Spaß, Sonnestrandundmeer und jede Menge Yoga. Ich bin da also durchaus in Maßen kompromissbereit.